Was ist Elektrosmog?

Ohne Strom können wir uns unser modernes Leben gar nicht mehr vorstellen. Elektrizität spielt in der ganzen Welt eine entscheidende Rolle. Elektrizität spendet Licht und Wärme, treibt Maschinen an, hilft im Haushalt, heilt Krankheiten etc. Nicht zuletzt wären die heutigen Möglichkeiten der Kommunikation ohne Elektrizität gar nicht möglich. Doch kein Mensch weiß heute, wie uns das elektromagnetische Trommelfeuer auf Dauer bekommen wird.
Elektrosmog entsteht, wenn Elektrizität produziert, transportiert oder verbraucht wird.
Unter dem Begriff „Elektrosmog“ versteht man elektrische und magnetische Felder sowie elektromagnetische Strahlung. Diese haben bestimmte Auswirkungen auf die Gesundheit von Mensch und Tier.

Man unterscheidet zwischen folgenden Bereichen:

Zum niederfrequenten Bereich zählen unsere öffentliche Stromversorgung und fast alle Haushaltsgeräte. Eisenbahnoberleitungen haben z. B. eine Frequenz von 16 2/3 Hz, Haushaltsgeräte werden in der Regel mit einer Netzfrequenz von 50 Hz betrieben. Bei niederfrequenten Wechselfeldern wird die magnetische und elektrische Komponente getrennt betrachtet.

Elektrische Wechselfelder entstehen überall dort, wo aufgrund getrennter Ladungsträger eine Potentialdifferenz, d.h. eine elektrische Spannung vorhanden ist, d.h. in der elektrischen Installation, z.B. in Verteilerkästen, Stromleitungen im Haus, Hochspannungsleitungen, Trafostationen, Verteiler- und Steckdosen, alle Arten von Haushaltsgeräten. Elektrische Felder bilden sich unabhängig davon, ob Strom fließt bzw. ob ein Verbraucher eingeschaltet ist.
Die Feldstärke des elektrischen Wechselfeldes wird in Volt pro Meter (V/m) gemessen.

Magnetische Wechselfelder entstehen dort, wo elektrische Ladung in Bewegung ist, d.h. nur wenn in der elektrischen Installation Strom fließt. Sie werden verursacht durch Stromleitungen im Haus, Haushaltsgeräte, Hochspannungsleitungen und Transformatoren. Mit Ausschalten des Gerätes, auch wenn der Stecker im Netz bleibt, bauen sich diese Magnetfelder in kurzer Zeit wieder ab. Jedoch mit einer Ausnahme: bei Geräten mit Transformatoren bleiben die Felder vorhanden, bis auch diese ausgeschaltet werden. Aber auch im eingeschalteten Zustand wirken sie nur in unmittelbarer Umgebung des Gerätes, da die Felder mit zunehmender Entfernung sehr schnell abnehmen.
Man sollte vor allem darauf achten, im Schlafzimmer keine eingeschalteten elektrischen Geräte in unmitelbarer Nähe des Bettes zu haben.
In der Nähe von Sicherungskästen, bei technischen Defekten und handwerklichen Fehlern an Elektroinstallationen können sich metergroße Felder bilden. Starke magnetische Wechselfelder können auch durch vagabundierende Ströme aufgrund von Erdungsproblemen entstehen. Der Rückfluss des elektrischen Stroms findet dann teilweise über Sanitäranlagen für Gas, Heizung, Wasser und über die Erdung statt. Im Gegensatz zu den externen Magnetfeldern, wie z.B. Hochspannungsleitungen, Strom führende Schienen der Bundesbahn, sind diese Probleme aber gut lösbar.
Magnetische Felder durchdringen jegliche Materie, beispielsweise Erdboden, Stahlbeton, Ziegelsteine, die gesamte Wohnungseinrichtung, alle Metalle, Holz und sonstige biologische Materie, und auch alle Lebewesen. Im Gegensatz zum elektrischen Feld gibt es gegen das magnetische Feld keine verwertbare Abschirmung.
Die Feldstärke des magnetischen Wechselfeldes wird in Ampere pro Meter (A/m) und die Flussdichte in Tesla (T) bzw. Nanotesla (nT) gemesen.

Bei den Gleichfeldern unterscheidet man zwischen elektrischen Gleichfeldern (Elektrostatik) und magnetischen Gleichfeldern (Magnetostatik).
Aus dem Alltag ist Elektrostatik bekannt durch das "elektrostatische Aufladen" z.B. beim Gehen über einen Kunststoffteppich und der danach erfolgenden Entladung beim Berühren von Metallteilen.
Das größte magnetische Gleichfeld ist das natürliche Erdmagnetfeld. Erst eine Veränderung dieses Feldes durch magnetisierbare Metalle (z.B. durch Federkernmatratzen, Metallteile im Bettgestell, Heizkörper oder Stahlträger in der Wand) hat eine Relevanz auf unseren Körper.

Im hochfrequenten Bereich spricht man von elektromagnetischer Strahlung. Elektrische und magnetische Felder verschmelzen zu einer elektromagnetischen Welle. In diesem Bereich werden die elektromagnetischen Felder nicht mehr leitungsgeführt, sondern sie werden kabellos in die Umgebung abgestrahlt. Die Frequenzen betragen ab ca. 30.000 Hertz bis 300 Gigahertz.
Wegen ihrer großen Reichweite wird die Hochfrequenztechnik vor allem in folgenden Bereichen genutzt: Rundfunk und Fernsehen, Radar, Mobilfunk, schnurlose Telefone, Babyphone, Mikrowellenherde, WLAN etc. Hochfrequenz strahlt selbst durch dicke Wände mit nur wenig reduzierter Intensität.

Wenn Sie ein schnurloses Telefon mit DECT Standard benutzen, dann besitzen Sie eine Basisstation, die 24 Stunden am Tag Hochfrequenzstrahlung aussendet, egal, ob Sie telefonieren oder nicht. Durch ein solches Telefon entsteht in Ihrer Wohnung und in den umliegenden Wohnungen ein Dauerstrahlungspegel, der ungleich stärker zu Buche schlagen kann als ein nahestehender, starker Mobilfunksender.
Inzwischen empfiehlt auch das Bundesamt für Strahlenschutz aus Vorsorgegründen, eine Reduzierung der persönlichen Strahlenbelastung und eine Nachbesserung der DECT-Technik, damit die Geräte nicht mehr im Stand-by-Betrieb unnötig strahlen.

Zur Abschirmung hochfrequenter elektromagnetischer Strahlung gibt es inzwischen speziell abschirmend wirkende Tapeten, Vorhänge, textile Gewebe oder Folien (z.B. unter http://www.biologa.de). Da eine wirksame Abschirmung von vielen Faktoren beeinflusst wird (Entfernung des Senders, Frequenz der Strahlung etc.), ist es sinnvoll, vorab eine Messung durchzuführen.

Gepulste Hochfrequenzsignale können das Biosystem stören. Bei hoher Intensität kann es zu noch nicht vollständig geklärten Beeinflussungen des menschlichen Organismus kommen. Über die Gesundheitsrisiken wird heftig gestritten. Die derzeit geltenden Grenzwerte berücksichtigen nur den thermischen Effekt (Erwärmung des Körpers), nicht jedoch den athermischen Effekt (Nervensystem, Immunsystem, Hormonhaushalt). Für den Schutz von Maschinen vor Elektrosmog wird mehr Aufwand betrieben als für den Schutz von Menschen. Siehe folgenden Artikel: http://www.dradio.de/dlf/sendungen/forschak/890533/

Häufigste Beschwerden

Zu den häufigsten Beschwerden, die gleichzeitig mit elektromagnetischen Feldern auftreten können, zählen u.a.:

Wichtige Anmerkung

Ich weise darauf hin, dass es im rein wissenschaftlichen Sinn weder “Erdstrahlen” noch “Elektrosmog” gibt. Deshalb bestehen in der Lehrmeinung der Schulmedizin auch keine Zusammenhänge zwischen “Elektrosmog / Erdstrahlen” und körperlichen Beschwerden.